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Milano-Sanremo

Milan-Sanremo the first monument of the year. 293km plus 10km neutral zone. For me the most beautiful race of the year. This year was my third participation. I really like this race. You’ve to try to safe all day long as much energy as possible. Usually in big races there is a point where it just makes “boom” and you have the legs to follow or not. Milan-Sanremo is different. It’s more like a slow death. It’s an unpredictable race.
For me it went all like planned. Maybe except from the rain for the “first” 200km. I saved as much as possible and when the final begun I still had good legs. We passed Capo Mele and Capo Cervo. Than came Capo Berta. Probably the key point in the race. We climbed up and I was in an alright position for the descend. The descend wasn’t completely dry. So it was still quite dangerous. As we went down a MTN rider crashed just in front of me. It was fast, so I knew there is no way to get around it. In moments like this -just a part of a second- so much goes trough your head. How I gonna crash best. What are my options. I saw the stone wall coming closer and just thought ‘don’t crash into that one’. Luckily I could avoid to hit the wall. I just touched the wall and went down on my chest, sliding with my head forward over the ground. I was quite lucky. It could have been worse. In the past year I have had so much bad luck with hard crashes. Mentally the crashes touching me too. I give so much passion, pain and hard work into my training to be ready for certain races and than you’re in the final of those races, but you don’t get the chance to go for a result. Crashes can happen, there are part of the job, but over the years it’s getting harder to comeback to races and risking it all over again your health.

I’ll spend a week in Berlin now. I’m looking forward to see my family and friends. I’ll use this week to recover from my crash. My next race will be Gent-Wevelgem.


Mailand-Sanremo das erste Monument des Jahres. 293km plus 10km Neutrale Zone. Für mich ist es das schönste Rennen des Jahres. Dieses Jahr war meine dritte Teilnahme. Ich fahre dieses Rennen wirklich sehr gerne. Das wichtigste ist, dass man so viel wie möglich Energie spart. Normalerweise ist es bei den großen Rennen so, dass man an einen Punkt im Rennen kommt an dem es sozusagen “explodiert”. Mailand-Sanremo ist anders. Es ist mehr wie ein schleichender Tot. Es ist ein unberechenbares Rennen.

Für mich lief alles nach Plan. Vielleicht mal abgesehen von den “ersten” 200km im strömenden Regen. Ich habe versucht so viel Energie wie möglich zu sparen und als das Finale begann, habe ich mich immer noch gut gefühlt. Wir führen über Capo Mele und Capo Cervo. Dann kam Capo Berta. Eine der Schlüsselstellen im Rennen. Wir fuhren den Berg hoch und ich war in einer guten Position für die Abfahrt. Die Abfahrt war nicht komplett trocken. Deshalb war es noch recht gefährlich. Wir sind also in der Abfahrt und genau vor mir stürzt ein MTN Fahrer. Wir waren so schnell, dass ich wusste, dass ich um den Sturz nicht herumkommen werde. In Momenten wie diesen -nur ein Bruchteil einer Sekunde- geht einem so viel durch den Kopf. Wie Stürze ich am besten, was sind meine Optionen. Ich sah die Steinmauer immer dichter kommen und dachte nur ‘bloß nicht in die Mauer, bloß nicht in die Mauer’. Glücklicherweise konnte ich das auch verhindern. Ich habe die Mauer nur leicht berührt und bin dann mit meinem Kopf voraus über den Asphalt/Grasnarbe gerutscht. Ich hatte wirklich Glück. Es hätte auch schlimmer ausgehen können. Mental nehmen mich die Stürze mittlerweile schon mit. Ich verzichte auf so viele Sachen und trainiere so hart um bei bestimmten Rennen im Finale mit dabei zu sein. Dann bist du dabei, aber kannst leider nicht um ein gutes Ergebnis mitfahren.
Stürze können passieren, sie sind Teil des Jobs, aber über die Jahre wird es immer schwerer zu Rennen zurückzukommen und wieder aufs neue deine Gesundheit zu riskieren.

Ich werde diese Woche in Berlin verbringen. Ich freue mich meine Familie und Freunde zu sehen. Ich werde die Zeit nutzen um mich von dem Sturz zu erholen. Mein nächsten Rennen ist Gent-Wevelgem.

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Tirreno-Adriatico

 

Tirreno-Adriatico is behind us. Our goal was it to win a stage with Sam Bennett. Unfortunately we couldn’t achieve it. But personally I’m pretty happy with the race. It’s good to see that all the hard work in the training pays off with good legs. I didn’t get any result but I’m still satisfied.
The only down point is that I had the to leave the race in the 6th stage. It was raining all day long with low temperature. On one point I was just on my limit. My legs didn’t want to move anymore and the muscles felt like stones. I think the day before, which I spent the whole time in the breakaway, made it not easier to have good legs. It’s never nice to stop a race, but the world is not going down because of it. I know I’m ready!
In stage five you could see how important it is that we get extreme weather condition rules. We had to do the last four kilometers in strong snow fall and with temperatures under zero degrees. In my opinion it was too much. I’ve still a numb feeling in some parts of my fingers.
After Tirreno-Adriatico we drove straight to do the recon for Milano-Sanremo. I can’t wait to be again on the start in Milano. For it is the nicest classic of the year. I just hope we’ve a bit more luck with the weather than last year.


Tirreno-Adriatico ist geschafft! Leider konnten wir unser Ziel eine Etappe mit Sam Bennett zu gewinnen nicht erreichen, aber dennoch bin ich persönlich mit meinem Rennen zufrieden. Es ist schön zu sehen, dass das harte Training angeschlagen hat und ich mich rechtzeitig zum Start der Klassiker in guter Form befinde. Leider konnte ich kein Ergebnis einfahren, aber dennoch bin ich zufrieden. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich auf der sechsten Etappe nicht das Ziel gesehen habe. Es hatte den ganzen Tag geregnet und es war auch ziemlich kalt. Mir hat es dann irgendwann einfach komplett den Stecker gezogen. Ich denke auch, dass die Etappe den Tag zuvor -den ich die ganze Etappe in der Spitzengruppe verbracht habe- sein übriges dazu beigetragen hat, das meine Muskulatur irgendwann hart wie Stein war. Es ist nie schön eine Rennen nicht zu Ende zu fahren, aber die Welt geht deswegen auch nicht unter. Ich weiß, dass ich bereit bin!

Auf der fünften Etappe hat man auch wieder einmal gesehen, wie wichtig es wäre eine Regelung für extreme Wettersituationen im Radsport zu haben. Wir mussten die letzten vier Kilometer im starken Schneefall und Minus Temperaturen zurücklegen. Ich kann mich nicht erinnern schon einmal so gefroren zu haben. Noch heute sind meine Finger an einigen Stellen leicht taub.
Nach Tirreno-Adriatico haben wir uns direkt auf dem Weg zur Streckenbesichtigung für Mailand-Sanremo gemacht. Ich kann es kaum erwarten in Mailand am Start zu stehen. Für mich ist es der schönste Klassiker. Ich hoffe nur, dass wir ein bisschen mehr Glück mit dem Wetter haben als letztes Jahr.